Wer’s noch nicht getan hat, sollte es unbedingt noch tun: NEIN auf den Stimmzettel zur SRG-Initiative schreiben, das Stimmcouvert in den nächsten Briefkasten werfen und der zerstörerischen Halbierungsinitiative eine Abfuhr erteilen — keine grosse Sache, aber immens wichtig für unser Land, für die Demokratie und den Service Public, denn mit dem radikalen Abbau der SRG ist auch das barrierefreie Angebot der SRG in Gefahr.

NEIN zur Diskriminierung von Hör- und Sehbehinderten!

Die Halbierungsinitiative will die Haushaltsabgabe (Serafe-Gebühr) von heute 335 Franken auf 200 Franken senken. Dies hätte, wie auch der Bundesrat befürchtet, einen massiven Leistungsabbau zur Folge. Inclusion Handicap, der Dachverband der Behindertenorganisationen, ist überzeugt, dass der radikale Abbau bei der SRG auch das umfangreiche barrierefreie Angebot bedroht. Inhalte in Schweizer Gebärdensprachen, Sendungen mit Untertiteln oder Audiodeskription sind aber essenziell für den gleichberechtigten Zugang von Menschen mit Gehörlosigkeit, Hör- oder Sehbehinderungen. «Ein Fernsehen ohne Barrierefreiheit schliesst tausende Menschen mit Behinderungen vom TV-Angebot aus und verletzt die Rechte von Menschen mit Seh- und Hörbehinderungen», sagt Verena Kuonen, Co-Präsidentin von Inclusion Handicap.

Halbierungsinitiative bedroht Barrierefreiheit und Inklusion

Angesicht der drohenden Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen hat der Vorstand von Inclusion Handicap einstimmig die Nein-Parole zur Halbierungsinitiative beschlossen. Aus Sicht des Dachverbands der Behindertenorganisationen ist die SRG von grösster Bedeutung für eine unabhängige Berichterstattung und die Abbildung von Inklusion als Teil der gesellschaftlichen Vielfalt. Das barrierefreie Angebot der SRG darf nicht gekürzt werden (vgl. Medienmitteilung von Inclusion Handicap).

Der Kulturflaneur weiss aus eigener Anschauung, was das Fehlen von Untertiteln für Hörbehinderte bedeutet. Er lehnt deshalb die Halbierungsinitiative, über die wir am 8. März 2026 abstimmen, entschieden ab und empfiehlt ein deutliches NEIN zur Diskriminierung von Hör- und Sehbehinderten!