Nach vier interessanten und trotz gruseligem Aprilwetter schönen Tagen in Wien ist mein Kopf voll von Erlebnissen und Geschichten. Z.B. weiss ich jetzt was ein Schanigarten ist.

Lokalführer aus dem Falter-Verlag

Lokalführer aus dem Falter-Verlag

Bei Katiza, unserer charmanten Gastgeberin, lag dieser Lokalführer aus dem Falter-Verlag rum — zwar handlich im Format, aber mit 848 Seiten dennoch ein Totschläger. Ich habe drin geblättert und fand’s interessant, dass in der jährlichen Neuauflage für jeden Wiener Bezirk jede Veränderung der Beizenszene akribisch notiert wird. Und dann ist mir aufgefallen, dass etwa bei jedem zweiten Lokaleintrag die Bemerkung „Schanigarten“ stand. „Was, bitte, ist ein Schanigarten?“, fragte ich unsere herzliche Gastgeberin.

Sie erklärte mir, dass jeder Wirt jemanden hat, der für ihn die anstrengenden Arbeiten erledigt. In Wien ist das meistens der Schani (wienerisch für Jean bzw. Hans). Sobald es wärmer wird und man wieder draussen sitzen kann, sagen also die Wiener Wirte zu ihrem Schani: „Schani, trag den Garten aussi!“ Deshalb ist das Wiener Pendant zu unserer Gartenbeiz ein Schanigarten.

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