Wegen Regen auf Mittwoch, 10. Juni verschoben!

Mit Schrecken habe ich festgestellt, dass ich meine Tour aufs Rägeflüeli vom nächsten Mittwoch, 3. Juni 2026, noch nicht angekündigt habe. Gut, dass ich die Tour im September 2012 schon mal gemacht und einen Blogbeitrag darüber geschrieben habe: Sonniges Regenflüeli. Ich werde also den 14 Jahre alten Beitrag in eine Vorschau umwandeln — voilà:

Diese Tour führt vom Eigenthal aufs Rägeflüeli (1582 m.ü.M.) — also keine richtige Fluh, sondern nur ein Flüeli, aber die Aussicht von dort oben ist grossartig.


Zum Vergrössern auf die Karte klicken! An- und Rückreise mit dem Postauto vom Bahnhof Luzern bis ins Eigenthal (Endstation Talboden). Der Aufstieg via Under und Ober Honegg erfolgt über einen steilen Fahrweg, der nur mit wirklich geländegängigen Fahrzeugen fahrbar ist. Der oberste Teil (4) verläuft in sumpfigem Gelände — gutes Schuhwerk ist angesagt. Der Abstieg vom Rosebode runter ins Eigenthal ist ein steiler, treppenartiger Zickzackweg, der in die Knie geht. Alternativen wären der Abstieg auf der Aufstiegsroute oder via Studberg – Hirsbode – Ober und Under Pfifferswald zurück ins Eigenthal.
Quelle der Basiskarte: map.geo.admin.ch

Wanderbericht von 2012

Zum Glück war meine Frau früher am Bahnhof und hat mir im Postauto einen Platz reserviert, denn bei diesem traumhaften Spätsommerwetter wollten — so schien es wenigstens — alle ins Eigenthal. Das Postauto war so voll, dass der Kurs doppelt geführt wurde. Im Eigenthal waren alle Parkplätze voll belegt. Für meinen Geschmack waren heute eindeutig zu viele Leute im Eigenthal, aber sobald unser Aufstieg begann, war der Trubel vorbei…


Ein Hüsli am Hüsli — Vogelhaus am Stall auf der Ober Honegg


Mittagsrast im Chrache

Ein „Chrache“ oder „Krachen“ ist ein schweizerdeutsches Wort für einen abgelegenen Unort, wo nichts zu holen und nichts zu machen ist, wie der Bachlauf, an dem wir Mittagsrast machten: Voll von Felsbrocken, die mal runtergekommen sind, finden Bäume kaum Wurzelgrund, so dass sie oft schräg und verkrüppelt wachsen. Aber mit dem Moos und den Farnen wirkt dieser Chrache wie ein verwunschener Ort…

Unterwegs gab es einiges zu entdecken:


Z.B. diesen sprungbereiten Grashüpfer auf einer Silberdistel…


… oder diese Baumleiche am Wegrand.

Das Regenflüeli ist eine dem Pilatusmassiv vorgelagerte Fluh, die eine grossartige Aussicht auf die Region Luzern bietet, die ich als Panoramabild einfach festhalten musste:


Zum Vergrössern aufs Bild klicken! Zu sehen sind von links nach rechts: Vorne der Studberg und der Hüenerhubel, hinten das Mittagsgüpfi und der Risetestock, vorne das Entlebuch, hinten der Napf und der Jura (unter den Wolken), vorne das Dorf Schwarzenberg, das Luzerner Hinterland, den Sempacher See, unter dem Kondensstreifenkreuz im Mittelgrund: Emmenbrücke mit seiner Industrie, dann Kriens mit dem Sonnenberg, dann Luzern und das Luzerner Seebecken, über der Frau mit dem weissen Hut: der Vierwaldstättersee und die Rigi, links vom Gipfelkreuz schaut der Bürgenstock über eine bewaldete Flanke, dahinter die Mythen, rechts vom Gipfelkreuz: vorne das Eigenthal, dahinter das Klimsenhorn, der Pilatus, das Tomlishorn und das Widderfeld.

Luzern habe ich etwas rangezoomt:


Luzern vom Regenflüeli um 13:22 Uhr


Das Regenflüeli von Luzern um 16.54 Uhr


Der Blick vom Rosebode ins Eigenthal

Nach diesem Blick in die Tiefe wussten wir: Das wird ein steiler Abstieg — zum Glück hatten wir unsere Wanderstöcke dabei.


Die meisten Blumen waren schon verblüht und die Herbstzeitlosen zeigten, dass der Herbst im Anmarsch ist.

Nach einer wunderschönen Wanderung erwischten wir mit etwas Glück ein frühes Postauto, das uns aus dem Trubel im Eigenthal zurück nach Luzern brachte.

Das Regenflüeli (1582 m.ü.M.)
auf der Kulturflaneur-Karte

Die Details zur aktuellen Wanderung

  • Datum und Zeit: Mittwoch, 3. Juni 2026, 8.00 Uhr
  • Ersatzdatum: Mittwoch, 10. Juni 2026, 8.00 Uhr
  • Treffpunkt: Torbogen vor dem Bahnhof Luzern
  • Teilnehmende: maximal 15 Personen
  • Anreise: S6 nach Malters, 8.16 ab Gleis 5, dann mit Bus 211 ins Eigenthal
  • Länge & Höhendifferenzen: 8.8 km, 630 Hm auf- und abwärts
  • Wanderzeit & Dauer: 3½ Stunden, mit Hin- & Rückreise und Pausen 7½ Stunden
  • Rückreise: Mit Bus 71 um 14.47 Uhr zurück zum Bahnhof Luzern
  • Ausrüstung: Wanderschuhe und -stöcke, Kleider für Wind & Wetter, Regenschutz, Picknick, Getränke
  • Disclaimer: Wer mitkommt, tut dies auf eigenes Risiko. Wir übernehmen keine Haftung.
  • Kosten: Ticket ins Eigenthal retour und Auslagen für Picknick und Getränke
  • Schlechtwetter: Bei zu garstigem Wetter wird die Tour aufs Ersatzdatum verschoben.

Apropos sonniges Rägeflüeli: Die Wetterprognosen deuten darauf hin, dass das Rägeflüeli — nomen es omen — am nächsten Mittwoch eher regnerisch ist. Es kann also gut sein, dass diese Tour erst am 10. Juni stattfindet…

Anmeldung

Eine Anmeldung per Email, WhatsApp oder Telefon an 041 420 27 46 ist erwünscht, damit ich weiss, wie viele mitkommen. Ich freue mich auf alle, die mit mir aufs Rägeflüeli steigen.