Vor zwei Wochen bin ich mit Frau Frogg in die Ferien verreist — nach Antalya in der Südtürkei. Wir haben viel erlebt, so dass wir in nächster Zeit beide viel Stoff zum Bloggen haben.

Mit diesem Vogel sind wir von Zürich nach Antalya gedüst. Obwohl Frau Frogg immer „flypigs.com“ las und wir im Internet auch etliche negative Kritiken über diese Billigfluglinie gefunden haben, waren wir letztlich positiv überrascht.

Anyway, wer weiss, dass ich Sohn eines Swissairlers und Geograf bin, kann sich vorstellen, dass ich liebend gerne fliege und dabei am liebsten am Fenster sitze und versuche, auf der Karte nachzuvollziehen, wo wir gerade drüberfliegen. Leider hatten wir keinen Fensterplatz mehr ergattern können, aber die Dame neben uns trat mir ihren Fensterplatz netterweise ab.

Und so sah ich unmittelbar nach dem Start links unten das Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, den Katzensee, ein beliebter Badesee in der Agglomeration Zürich, das Zürcher Oberland, den Säntis und die Stadt St. Gallen, den Bodensee, das Rheintal und den Flughafen Altenrhein. Dann wurden die Wolken so dicht, dass die Landschaft darunter nicht mehr zu erkennen waren.

Wenigstens wurde auf der Karte, die auf den vielen Monitoren in unserer Boing 737 zu sehen war, unsere aktuelle Position angezeigt: Wir flogen über Österreich, einen Zipfel Deutschland, wieder Österreich, die nordöstliche Ecke Italiens, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina — jede Viertelstunde ein neues Land. Über Serbien tat sich ein Loch auf in der Wolkendecke und die Mäander der Donau waren zu erkennen.

Dann wurden die die Wolken wieder dichter und ich erkannte auf der Wolkendecke einen grauen Streifen, der genau parallel zu unserer Flugroute verlief. Merkwürdig, dachte ich, da ist eine andere Maschine genau auf unserer Route geflogen und hat einen Kondensstreifen hinterlassen, dessen Schatten ich jetzt sehe. Der Pilot muss nur dieser Linie lang fliegen und wir kommen nach Antalya. (Ich weiss natürlich, dass Flugzeuge meist vom Autopiloten gesteuert werden.) Dann realisierte ich, dass die Sonne so flach und schräg von hinten schien, dass ich den Schatten des eigenen Kondensstreifens sah. Der Schatten unseres Flugzeugs war ausserhalb meines Blickfelds, aber ich bin mir sicher, dass unsere Piloten immer dem eigenen Schatten nachflogen…

Über Bulgarien wurde es dunkel und von Griechenland waren anhand der Lichter nur noch die Küstenlinien zu erkennen. Über dem spärlich besiedelten Inneren der Türkei dann nur noch rabenschwarze Nacht mit einzelnen Lichtern, die wie Sterne von unten herauffunkelten, erst im Anflug auf Antalya waren unter uns wieder einzelne Details auszumachen.

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