Wieso ausgerechnet Sergio, Benoît und Beat?

Schon seit einiger Zeit frage ich mich, warum die Freizeittester der SBB ausgerechnet Sergio, Benoît und Beat heissen. Andere kennen die Antwort vielleicht schon länger. Aber jetzt weiss ich sie auch.

Sie könnten natürlich auch S alvatore, B laise und B runo heissen, aber keinesfalls S andro, A ndré und U rs – weil dann die Anfangsbuchstaben der Namen eine andere Abkürzung ergäbe als SBB… Jetzt wird auch klar, dass die Werbeagentur, die den Freizeittestern diese Namen verpasst hat, eine Deutschschweizer Agentur ist, sonst hiessen die drei Typen in dieser Logik per esempio / par example C arlo, F rançois und F ritz. Aber warum müssen es ausgerechnet drei Männer sein, die für die SBB Freizeitangebote testen? Was ist mit S andra, B abette und B ettina? Oder sind die Freizeitabenteuer der SBB nichts für Frauen?


Die SBB-Freizeittester der Contexta AG Werbeagentur auf Vimeo

5 Kommentare zu „Wieso ausgerechnet Sergio, Benoît und Beat?

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  1. TÄUSCHBLUME:
    Das mit den Initialen und den Sprachregionen zugeordneten Namen ist mir sofort in die Augen gesprungen. Was aber ist mit der vierten Sprachregion und weshalb schon wieder heisst die dorthin und von dort weg führende Bahnausgerechnet Schpanischbrötlibahn ?
    Tja, Frauen scheint die SBB tatsächlich nicht zu kennen und gerade jung sind die 3 Kerle auch nicht.
    Dennoch mir gefallen diese Werbeplakate.

    REPLY:
    S panisch B rötli B ahn
    Spanischbrötlibahn? Spanischbrötlibahn war für mich bis anhin der Übername der 1847 eröffneten, ersten schweizerischen Bahnlinie von Zürich nach Baden. Der Volksmund nannte sie so, weil die Bediensteten der reichen Zürcher nach Baden fahren mussten, um frische Spanisch Brötli (ein luftiges Gebäck aus Blätterteig) zu holen.

  2. Nicht ganz jung
    sind die Knaben wohl, weil die SBB mit ihnen rüstige und einigermassen zahlungskräftige Senioren ansprechen will. Ich finde die drei liebenswürdig. Sie zierten das Billett, mit dem ich nach Deutschland reiste. Das war mir weit sympathischer als die Schweiztümelei, mit der mich die SBB letztes Mal nach Deutschland begleiteten. Zudem mag ich die liebevolle Art, mit der die drei Sprachregionen-Klischees auf die Schippe nehmen. Ja, und warum keine Frau? Warum kein Gion oder Giusep? Ja, dann wäre alles furchtbar politisch korrekt und verklebt von dieser beamtenhaften und betonharten Langeweile, mit der ich die Betonung unserer Viersprachigkeit sonst assoziiere.“

  3. REPLY:
    Leider sind die Werbeclips in der englischen Version der SBB-Homepage nicht englisch synchronisiert… Englisch ist doch die vierte Landessprache – oder etwa nicht?

  4. Die drei Namen
    haben sich offensichtlich in meinem Kopf eingegraben. Ich hab zwar ein paar mal solche Plakate gesehen, aber nie bewusst wahrgenommen, um was es geht. Und dann reicht ein «Wieso ausgerechnet Sergio, Benoît und Beat?». Raffiniert.

    Was den SBB aber nicht gelingt, ist Werbung nur in eigener Sache zu machen. Sie wirbt indirekt für alle Bahnen der Schweiz. Die SBB bedient die vierte Sprachregion ja nicht …

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