Hat mein Bild, das ich den FreitagstexterInnen zum Legendieren präsentiert habe, zu wenig Ansatzpunkte für die Fantasie geboten? Oder schreiben FreitagstexterInnen grundsätzlich nur freitags? Dann wäre mein Samstagstexter tatsächlich zu spät gekommen… So oder so hielt sich die Beteiligung in engen Grenzen. Ich bedanke mich aber ganz herzlich bei denjenigen, die sich etwas einfallen liessen und mitgemacht haben — es war mir eine Ehre, den Freitagstexter zu veranstalten.

Unter den 8 Vorschlägen und 2 Kommentaren ausser Konkurrenz habe ich durchaus Preiswürdiges gefunden, das den goldenen Wanderpokal für den coolsten Spruch zum Freitagstexter vom 25.1.2013 verdient hat:

Bronze
geht zweimal an den Wortmischer. Mit „Lieber rot als tot!“ hat er die Wut im Bauch der Graffiti-Frau recht gut eingefangen. Aber auch eine gewisse Ähnlichkeit des Graffitos mit Helmut „Birne“ Kohl ist nicht abzustreiten, deshalb: nochmals Bronze für „Als Helmut Kohl einmal in Wut geriet“. (Bild: www.grossplastiken.de)

Silber
gewinnt die alte Säckin, die schreibt wie sie atmet, für ihre einleuchtende Kürzestgeschichte: „Seine Mutter konnte vielleicht nicht besonders gut zeichnen, aber sie schaffte es mit ihrer einfachen Wandmalerei, Max-Günther morgens beim verlassen seiner Studentenbude an alles Wichtige zu erinnern.“ — eine sehr schöne und fast schon liebevolle Umsetzung der stillen Drohung, die von der Graffiti-Frau ausgeht.

Gold
und damit auch Ehre und Pflicht, den nächsten Freitagstexter auszurichten, gehen an Herrn Lo von Spiegelei, der es mit seinem Kommentar „Hey! ZALANDO!!! Wo bleiben meine bestellten Schuhe?“ geschafft hat, sowohl die fehlenden Füsse/Schuhe der Graffiti-Frau zu thematisieren als auch aufzuzeigen, was passiert, wenn Zalando einmal nicht liefert: Kein Schreien vor Glück, weil der Mund vor Frust fest geschlossen bleibt. Herzliche Gratulation!

Ich jedenfalls freue mich schon den nächsten Freitagstexter:

Ach ja, hier noch der Link zur ewigen Bestenliste: freitagstexter.textundblog.de

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