«Sommer ist, wenn’s Marillenknödel gibt», schrieb ich hier, als ich 2014 einem lausigen Sommer auf die Sprünge helfen wollte. Den aktuellen Rekordsommer müsste man eher bremsen… Ob es helfen kann, den Herbst einzuläuten, indem man die herbstliche Variante dieser österreichischen Spezialität zubereitet, weiss ich nicht, aber versucht hab‘ ich’s.

Hier also das Rezept für den kulinarischen Herbstbeginn:

500 g Kartoffeln schwellen, schälen und durchs Passevite drücken
150 g Mehl,
1 EL Zucker,
25 g Butter,
1 verquirltes Ei und 2 EL Milch (Verbesserungsvorschlag von nömix) und
1 Prise Salz dazugeben, gut vermischen und kühl stellen

100 g Paniermehl mit
wenig Butter in der Teflonpfanne braun rösten und abkühlen lassen

Tipp: Paniermehl beim Rösten nicht aus den Augen lassen und laufend mit der Holzkelle rühren, damit es nicht schwarz wird.

wenig Zucker dazugeben und mischen

22 Zwetschgen waschen

Hinweis: Zwetschgenknödel gehen leichter auseinander als Marillenknödel, deshalb die Zwetschgen nicht halbieren und entsteinen.

Kühl gestellten Teig zu einer etwa 8 – 10 cm dicken Wurst rollen und in 22 gleich grosse Scheiben schneiden
Aus den Kartoffelteigstücken und den Zwetschgen mit mehligen Händen 22 Knödel formen und nach und nach ins siedende Salzwasser geben

Tipp: Diejenigen Knödel, die obenauf schwimmen, sind fertig.

Fertige Knödel rausfischen, abtropfen lassen, in der Panade rollen und möglichst warm servieren

En Guete!

Zwetschgenknödel sind ein herbstliches Geschleck, aber auch ziemlich „fuerig“ — mehr als 5 oder 6 Knödel mag man auch mit dem grössten Hunger nicht verdrücken. Deshalb bleiben oft noch Knödel übrig, die man auch kalt essen kann. Wer aber die panierten Knödel nochmals heiss machen will, sollte nur wenig Wasser in eine Pfanne geben und die Knödel in einem Siebeinsatz im Dampf erhitzen.

Die Quelle meiner Zwetschgen: Stalder’s Demeterhof
auf der Kulturflaneur-Karte