Zu Beginn unserer Ferien war die Schifffahrt auf der Elbe wegen Hochwassers gänzlich eingestellt. Zuerst nahmen die Fähren über den Fluss ihren Betrieb wieder auf, aber für Längsfahrten war die Elbe noch gesperrt, der Fluss musste zuerst von Schwemmholz und anderem Treibgut befreit werden. Abschnittweise wurde die Elbe für die Schifffahrt freigegeben und Schritt für Schritt nahm die Sächsische Dampfschifffahrt wieder ihren Betrieb auf — und wir hofften, dass es vor Ferienende noch für eine Dampferfahrt reichen würde.
 

Sächsische Dampfschifffahrt eingestellt

Lange war ans Dampferfahren auf der Elbe gar nicht zu denken — wir waren froh, dass wenigstens die Fähren wieder fuhren.


Am 12. Juni in Dresden: Die Dampfschiffe waren nur per Boot erreichbar…

Vom 2. bis 14. Juni musste die „Weisse Flotte“ ihren Betrieb einstellen, dann teilte die Sächsische Dampfschifffahrt auf Facebook mit: „Wir machen wieder Dampf!“ — musste sich aber auf Rundfahrten in Dresden beschränken.


Am 20. Juni in Prossen: Etwa ein Drittel der Flotte lag immer noch im Winterhafen.

Am Freitag, 21. Juni, lasen wir die Mitteilung, dass am Samstag die Längsfahrten wieder aufgenommen würden — vorerst auf dem Abschnitt zwischen Dresden und Königstein — wir waren hoch erfreut.


Am 21. Juni in Bad Schandau: Im 5-Stern-Hotel Elbresidenz wurde mit Hochdruck an der Instandstellung gearbeitet, trotzdem bleibt das vom Hochwasser stark beschädigte Hotel noch bis Ende Jahr zu. An der Ticketverkaufsstelle der Sächsischen Dampfschifffahrt tat sich noch nichts…


…und an der Schifflände staute sich das Schwemmholz.

Es klappt also doch noch!

Wir hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben, dann klappt es an Tag 9 in der Sächsischen Schweiz doch noch. Per Bus fahren wir nach Pirna. Nach einer kleinen Stadtbesichtigung besteigen wir den ältesten Raddampfer der Sächsischen Dampfschifffahrt, die Stadt Wehlen mit Baujahr 1879:


Am 24. Juni in Pirna: Wir schiffen uns auf dem PD Stadt Wehlen ein.





Erste Eindrücke an Bord: Schaufelrad — Schiffsmotor in Aktion — Salon unter Deck — Rettungsboot

Fahrt auf dem Fluss

Noch haben erst wenige realisiert, dass die Sächsische Dampfschifffahrt wieder dampft, so dass wir den Raddampfer fast für uns alleine haben — um so mehr geniessen wir die Fahrt auf dem Fluss:


Der Bagger auf dem Schubkahn fischt Bäume aus dem Fluss.


Vom Raddampfer aus sehen wir nochmals die Basteifelsen…


… und den Lilienstein.


Dann kreuzen wir den Raddampfer Pirna, der flussabwärts fährt.

Königstein — wir kommen!

Unterwegs gibt es viel zu sehen, denn wir dampfen an all den schönen Ausflugszielen der Sächsischen Schweiz vorbei: am Städtchen Wehlen, an den Basteifelsen, am Kurort Rathen, am Lilienstein und am Königstein:





Festung Königstein — PD Leipzig — vor der Landung in Königstein — unser Dampfschiff: die ehrwürdige Stadt Wehlen

Flusskreuzfahrt ahoi!

Auch die Flusskreuzfahrtschiffe fahren wieder:


Am 25. Juni in Bad Schandau: Etliche Busse bringen die Passagiere vom verregneten Landgang wieder zurück zu ihrem Schiff „Clara Schumann“

Fazit: Eine Schifffahrt ist lustig, eine Schifffahrt ist schön, ganz besonders, wenn sie so lange herbeigesehnt wird — ein schöner Abschluss unseres Aufenthalts in der Sächsischen Schweiz, obwohl das Wetter nur halb mitspielte.

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