Heute habe ich mich massiv über Facebook geärgert. Facebook hat Mitte August als Reaktion auf anhaltende Kritik, dass man auf Facebook eigene Bilder nicht endgültig löschen konnte, sein Speichersystem für Bilder geändert. Drei Jahre hat Facebook gebraucht, um die eigenen Server „vergesslicher“ zu machen. „Besser spät als nie!“, schrieb www.n-tv.de. Allerdings hat Facebook mit der Veränderung des Speichersystems auch sämtliche Bilder verschoben und umbenamst — mit der ärgerlichen Folge, dass meine eigenen Fotos, die ich auf Facebook ins Netz gestellt und in Blog-Einträgen verwendet habe, seither nicht mehr gefunden werden. Fuck Facebook!


Screenshot von kulturflaneur.twoday.net — Facebook hat 8 von 13 Bildern zum „Verschwinden“ gebracht. Anm. des Kulturflaneurs: So sah mein Blog früher aus. Heute wird er auf twoday.net gespiegelt und sieht aus wie www.kulturflaneur.ch.

In meinem Beitrag Jungfraujoch — sold out! beispielsweise erschienen 8 von 13 Bildern nicht mehr und ich musste den Eintrag in mühsamer Kleinarbeit rekonstruieren. Und das ist längst nicht der einzige Beitrag, der von dieser Facebook-Attacke gegen meine eigenen Bilder betroffen ist — insgesamt sind aus fast 20 Einträgen über unsere Reisen nach Wien und in die Türkei über 70 Bilder „verschwunden“.

Dass Bilder aus anderen Internetquellen in alten Blog-Beiträgen plötzlich nur noch mit einem leeren weissen Rahmen erscheinen, liegt in der unbeständigen Natur des Internets. Dieses Risiko lässt sich nur vermeiden, indem man diese Bilder auf dem eigenen Server sichert. Aber dass die Links auf Bilder in den eigenen Foto-Alben auf Facebook nicht mehr funktionieren, ist mehr als ärgerlich und wieder einmal eines dieser überflüssigen, Zeit raubenden Beschäftigungsprogramme.

Und die Moral von der Geschicht‘: Trau dem Facebook nicht! Sie gilt eigentlich auch für jeden anderen Gratisspeicherplatz auf dem World Wide Web, der ebenso mir nichts, dir nichts aufgelöst oder an einen anderen Ort hin verschoben werden kann.

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